Das Mitte
Museum nutzt auch andere Vermittlungswege, um Interesse für
„Geschichte vor Ort“ zu fördern, wie Vorträge,
„Oral-History“-Projekte und Stadterkundungen. Ein
museumspädagogisches Programm stellt das Museum als kulturellen
Lernort vor. Die Kooperation mit Gruppen und Initiativen - insbesondere
den Heimatvereinen - ist ein weiteres wichtiges Element der
lokalhistorischen Arbeit.
Kooperationsprojekt:
Stolpersteine für Berlin
c/o Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstr. 13-14, 10785 Berlin,
Frau Frankenstein, Tel. 030/263989014,
Herr Burkard, Tel. 030/53656676
Gespräche mit Zeitzeugen
Überfordert
fühlte sich der 19-jährige Richard Potechius bei dem
Gespräch mit einer Überlebenden des Naziregimes.
"Man sieht, dass ihr Tränen in den Augen stehen und weiß nicht, wie man reagieren soll."
Der
Abiturient der Thomas- Mann- Oberschule in Reinickendorf hat es aber
nie bereut, an dem Projekt zur fünften Prüfungskomponente
mitgewirkt zu haben.
Mit 14 anderen Schülern untersuchte er die Lebenswege deportierter Juden aus Reinickendorf.
Ihre Ergebnisse soll der Künstler Günter Demnig für neue Stolpersteine nutzen.
Die beschrifteten Messingsteine werden dort verlegt, wo einst NS- Opfer gelebt haben.
Für die Abiturienten war es ein neuer Zugang zur Geschichte.
"Man kennt die Zahlen: sechs Millionen ermordete Juden.
Aber einzelne Lebensläufe berühren ganz anders", sagt Potechius. Ein halbes Jahr verbrachten die Schüler in Archiven und sprachen mit Angehörigen und Zeitzeugen.
Am 31. Mai um 18 Uhr präsentieren drei Abiturienten ihre Arbeit im Landesarchiv Berlin im Eichborndamm in Reinickendorf.
Dabei soll auch Geld für die Stolpersteine gesammelt werden - einer kostet 95 Euro. (xlhe., xkk.)
Berliner Zeitung, 31.05.2007
»Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas im Zentrum Berlins ist die
zentrale Holocaust-Gedenkstätte Deutschlands, ein Ort der Erinnerung
und des Gedenkens an die bis zu sechs Millionen Opfer. Das Denkmal
besteht aus dem von Peter Eisenman entworfenen Stelenfeld sowie dem
unterirdischen Ort der Information und wird von einer Bundesstiftung
unterhalten.«
Datenbank mit Schicksalen von Holocaust-Opfern
Durch die Online-Version des «Gedenkbuchs für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus» sind knapp
160 000 Einzelschicksale ermordeter Juden in der Nazizeit im Ort
der Information am Berliner Holocaust- Mahnmal auch an einem Computer
einsehbar.
Bundesarchiv Standort Berlin
Erarbeitung einer
"Liste der jüdischen Einwohner des Deutschen Reichs 1933 bis 1945"
Zum
Nachweis von Ansprüchen jüdischer Opfer des NS-Regimes
gegenüber Versicherungen als Beispiel für die Beteiligung
deutscher Archive an der Wiedergutmachung nationalsozialistischen
Unrechts
http://www.initiativefortbildung.de/pdf/provenienz2004/oldenhage.pdf
Kulturamt PankowStadt Stadtteilgeschichte
/ Museumsverbund PankowteilgeschichteBürgerliches Wohnen um 1900
am Beispiel der Familie HeynIm
Jahre 1893 ließ der Fabrikbesitzer Fritz Heyn vom Architekten
Ernst Fröhlich ein Mietswohnhaus in der Heynstraße 8
errichten. Das viergeschossige Haus ist in seiner Struktur erhalten und
zeigt von seiner Repräsentativität noch das mittige
Eingangsportal, den mit Architekturmalerei in Stuckspiegeln verzierten
Torweg sowie das teilrestaurierte Treppenhaus im Vorderhaus. Die im
ersten Obergeschoß gelegene, für die Familie Fritz Heyn
hergerichtete Wohnung besitzt bis heute reich gestaltete Verzierungen
der Wände, Decken und Türen. weiter
Museum in der Heynstraße 8 in 13187 Berlin
Öffnungszeit:
dienstags, donnerstags und sonntags
von 10 bis 18 Uhr,
Telefon/Fax: (030) 4 81 40 47
Berliner Regionalmuseen