2008-02-28
Zwei Gurus im Gespräch über Design Thinkingkubusnnerstagabend,
28. Februar, werden die beiden Informatik-Professoren Plattner und
Winograd ab 19 Uhr in einer öffentlichen Vortrags- und
Diskussionrunde im Potsdamer HPI die Design Thinking-Methode
vorstellen.
2008-02-16 Direkte Demokratie - Schweizer Erfahrungen Direkte Demokratie - Schweizer ErfahrungenLecture on Democracy Hanspeter Kriesi
am Mittwoch, 6. Februar 2008 18 Uhr, Raum A 300
Die
Schweiz ist das einzige Land, in dem das politische Leben entscheidend
von Institutionen der di-rekten Demokratie geprägt ist. Seitdem
1848 solche Institutionen eingeführt wurden, hat es in der Schweiz
mehr nationale Referenden als in jedem anderen Staat gegeben. Direktdemokratische Verfahren geben Anlass zu Ängsten wie zu weitgehenden Hoffnungen. Es
stellt sich die Frage, was die Schweizer Erfahrungen uns lehren
können. Eine genauere Betrachtung dieser Verfahren ergibt, dass
diese weder so gefährlich sind, wie ihre Kritiker befürchten,
noch soviel zu leisten vermögen wie von ihren Verfechtern erhofft. Nach
einer kurzen Einführung in die Institutionen des Referendums und
der Volksinitiative stehen zunächst die Häufigkeit ihres
Gebrauchs und das Ausmaß ihres Erfolgs in Abstimmungen im
Mittelpunkt des Vortrags. Daran schließt sich die
Analyse der Art und Weise an, wie die Bürgerinnen und Bürger
ihre Entscheidungen im Rahmen direkt-demokratischer Verfahren treffen
und welche Rolle die politischen Eliten dabei spielen. Hanspeter Kriesi
vertritt eine „realistische Theorie“ der direkten
Demokratie, die argumentiert, dass es unter modernen Bedingungen keinen
entscheidenden Bruch zwischen repräsentativen und
direktdemokratischen Verfahren gibt. Die entsprechenden Übergänge sind aus seiner Perspektive eher fließend. Hanspeter
Kriesi ist Professor für Vergleichende Politikwissenschaft an der
Universität Zürich. Vor seiner Tätigkeit in Zürich
hat er an den Universitäten Amsterdam und Genf gelehrt. Er
ist Spezialist für Fragen der direkten Demokratie. Zu seinen
Interessengebieten gehören ferner soziale Bewegungen, politische
Parteien und Interessengruppen, Öffentlichkeit und Medien. Er hat kürzlich ein Buch zur schweizer direkten Demokratie publiziert: „Direct Democratic Choice.
The
Swiss Experience” (Lexington 2005) und gemeinsam mit David Snow
und Sarah Soule „The Blackwell Companion to Social
Movements” (2004) herausgegeben. Gegenwärtig leitet er
den Schweizer nationalen Forschungsschwerpunkt „Challenges to
Democracy in the 21st Century“. Vortrag im Rahmen der WZB-Vorlesungsreihe „Lectures on Democracy“ Veranstalter: John Keane, Wolfgang Merkel U. A. wird gebeten bis zum 3. Februar 2008 an Hannelore Trautmann: ht@wzb.eu, Fax: 030-25491-680.
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