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021_2003

zuletzt aktualisiert  
am: 10.01.2008  

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Gründungsveranstaltung der

Gattel-Stiftung

am 1.10.2003


Download: rechte Maustaste/ Ziel speichern unter ... 2003-10-01_einladungskarte.tif [6.157 KB]


Die Feier zur Stiftungsgründung fand am
1. Oktober 2003, im Cafe Esscapade,
im Hofgebäude der Prinzenallee 58,
dem Standort der ehemaligen
Gebr. Gattel-Hutfabrik statt.
Anni Wolff, die Tochter des
Berliner Hut-Fabrikanten Richard Gattel,
nahm als Erststifterin an der Gründungs-veranstaltung der Gattel-Stiftung i.G. teil.

Das bisher erbrachte Stiftungskapital von 2.800€ reicht für den formalen Eintrag als Stiftung noch nicht aus.



Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wenn Sie sich persönlich mitverantwortlich für die Entwicklung des Bezirks Mitte fühlen, weil Sie hier wohnen, arbeiten oder sich aus einem anderen Grund mit ihm "nachhaltig" verbunden fühlen, so dürfte Sie seine schlechte Platzierung, im kürzlich erschienen 
"Sozialstrukturatlas Berlin 2003" [pdf-Kurzfassung], sicherlich nicht völlig überrascht haben.
(Auf dem Sozialindex stehen Tiergarten und Wedding (nach Kreuzberg) auf Platz 21 + 22, in der Rangfolge der 23 "alten" Bezirke. Dies sind die Bezirke mit besonders hohen Anteilen an Sozialhilfeempfängern, Personen mit geringem Einkommen und einer hohen Arbeitslosenquote.)

Doch anstatt solche Erkenntnisse zum Ausgangspunkt für eine gemeinsame Suche nach neuen kreativen Lösungen zu machen, (z.B. im Rahmen des Lokalen Agenda21-Prozesses), begnügen wir uns in der Regel damit schnell nach einem, zu unseren jeweiligen Vorurteilen passenden, "Schuldigen" zu fahnden.
Haben wir erstmal einen der üblichen Verdächtigen im Visier, - so hält dieser der nun folgenden Konfrontation, einer inneren Gegenüberstellung mit unserem Gewissen zumeist nicht lange stand, denn nur äußerst selten sind wir bereit, unserem imaginären, inneren Vis-a-vis eine wirkliche Alternative, zu seiner bedingungslosen Kapitulation vor unserem Wahrnehmungsurteil, einzuräumen.

Dieser Selbstentlastungsmechanismus befreit uns, ebenso umfassend wie schnell, von allen störenden Anflügen schleichender "Selbstzweifel", sodass wir so immer wieder aufs Neue - in unseren alt-gewohnten Verhaltenstrott zurück fallen dürfen.
Bitte verzeihen Sie diesen leicht polemischen (Selbst ) Beschreibungsversuch, - doch stellen wir vielleicht in unserer zu gering entwickelten "Bürger-Rolle", nicht oftmals selbst die Hauptursache für so manches scheinbar "unlösbare" Problem dar, weil wir uns seit Jahrzehnten, allein auf Ansätze und Versprechen staatlicher "Problemlösungen" verlassen (haben)?!