Die
Feier zur Stiftungsgründung fand am 1. Oktober 2003, im Cafe
Esscapade, im Hofgebäude der
Prinzenallee 58, dem Standort der ehemaligen Gebr.
Gattel-Hutfabrik statt.
Anni Wolff, die Tochter
des Berliner Hut-Fabrikanten Richard Gattel,
nahm als Erststifterin an der Gründungs-veranstaltung der Gattel-Stiftung
i.G. teil.
Das bisher erbrachte Stiftungskapital von 2.800€ reicht
für den formalen Eintrag als Stiftung noch nicht aus.
Liebe Bürgerinnen und
Bürger,
wenn Sie sich persönlich mitverantwortlich für die
Entwicklung des Bezirks Mitte fühlen, weil Sie hier wohnen,
arbeiten oder sich aus einem anderen Grund mit ihm
"nachhaltig" verbunden fühlen, so dürfte Sie seine schlechte
Platzierung, im kürzlich erschienen , sicherlich
nicht völlig überrascht haben.
(Auf dem Sozialindex stehen Tiergarten und
Wedding (nach Kreuzberg) auf Platz 21 + 22, in der
Rangfolge der 23 "alten" Bezirke. Dies sind die Bezirke mit
besonders hohen Anteilen an Sozialhilfeempfängern, Personen
mit geringem Einkommen und einer hohen
Arbeitslosenquote.)
Doch anstatt solche Erkenntnisse zum Ausgangspunkt für eine
gemeinsame Suche nach neuen kreativen Lösungen zu machen,
(z.B. im Rahmen des Lokalen Agenda21-Prozesses), begnügen
wir uns in der Regel damit schnell nach einem, zu unseren
jeweiligen Vorurteilen passenden, "Schuldigen" zu fahnden.
Haben wir erstmal einen der üblichen Verdächtigen im Visier,
- so hält dieser der nun folgenden Konfrontation, einer inneren
Gegenüberstellung mit unserem Gewissen zumeist nicht lange stand,
denn nur äußerst selten sind wir bereit, unserem imaginären,
inneren Vis-a-vis eine wirkliche Alternative, zu seiner
bedingungslosen Kapitulation vor unserem Wahrnehmungsurteil,
einzuräumen.
Dieser Selbstentlastungsmechanismus befreit uns, ebenso
umfassend wie schnell, von allen störenden Anflügen schleichender
"Selbstzweifel", sodass wir so immer wieder aufs Neue - in unseren
alt-gewohnten Verhaltenstrott zurück fallen dürfen.
Bitte verzeihen Sie diesen leicht polemischen (Selbst )
Beschreibungsversuch, - doch stellen wir vielleicht in unserer zu
gering entwickelten "Bürger-Rolle", nicht oftmals selbst die
Hauptursache für so manches scheinbar "unlösbare" Problem
dar, weil wir uns seit Jahrzehnten, allein auf Ansätze und
Versprechen staatlicher "Problemlösungen" verlassen
(haben)?!